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Vertauschte Leben

Roman.

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  • Nr. 816749
  • · Gebunden, 336 Seiten
  • · 03/2013
vergriffen - keine Neuauflage

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Auch erhältlich als

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11,99 €
Birgit Gassmann
Vertauschte Leben (eBook)
Nr. 5516749
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  • „Birgit Gassmann ist endlich mal wieder eine deutsche Autorin, die mit einem Buch aufwartet, das Herz und Verstand der Leser herausfordert.“ sound7.de
  • „Dies ist ein Roman, der sehr gefühlvoll beschreibt, wie sich zwei Familien annähern, dessen Kinder vertauscht wurden. Es ist sehr spannend zu lesen und lässt uns nachdenken über Liebe, Verantwortung und Familie.“ spass-am-buch.de
  • „Ein tiefgehendes Buch über den Wert jedes einzelnen Menschen!“ Adeline Warkentin (arbeitsgemeinschaftchristlicherrezensenten.wordpress.com)

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B. Hornstein, 21.03.2013

Das Buch ist empfehlenswert. Es ist interessant und spannend geschrieben mit guter Ausdrucksweise. Die persönlichen Beziehungen in den Familien sind sehr schön dargestellt. Es regt zum Nachdenken an, z.B. wie gehe ich mit meinen bereits größeren Kindern um. Sicher auch für junge Leute gut zu lesen. Leider ist das Buch sehr abrupt zu Ende, aber vielleicht wird ja an einer Fortsetzung schon gearbeitet. Würde mich freuen.

keine Angabe, 12.05.2013

Ich empfand dieses Buch irgendwie komisch, kam in diese Geschiche „nicht so richtig rein“. Hab etwas besseres erwartet, für mich ist dieses Buch nicht empfehlenswert.

keine Angabe, 26.05.2013

Auch ich würde das Buch nicht weiter empfehlen. Es ist teilweise missverständlich geschrieben. Ich war total überrascht von der krimminalistischen Wendung der Geschichte. Außerdem sind viele Dialoge nicht glaubwürdig, die der 17-jährige mit seinem leiblichen Vater, den er gerade erst kennen gelernt hat, führt.

keine Angabe, 15.07.2013

„... Das Leben im Allgemeinen und Besonderen ist nicht so einfach gestrickt, wie wir es gern hätten ...“

 

Zwei Familien begegnen mir in diesem Roman:

Zum einen sind das Gerd und Gabi mit ihrem Sohn Tim. Tim, 17 Jahre jung, steht kurz vor dem Abitur. Er ist ein begabter Klavierspieler. Sein Vater arbeitet in einer Bank, die Mutter ist Hausfrau. Tim unterscheidet sich im allgemeinen nicht von den Jugendlichen seines Alters. Allerdings weiß er zu schätzen, was seine Mutter für ihn tut und zeigt ihr dies auch.

Zum anderen sind es Mona und Rolf mit ihren Kindern Katrin und David. Rolf ist Musikprofessor, Katrin studiert Jura und der 17jährige David ist körperlich und geistig behindert.

Beide Familien wissen nichts voneinander, bis Tim einen Autounfall hat. Im Krankenhaus stellt sich heraus, dass seine Blutgruppe nicht mit der der Eltern übereinstimmt. Nachforschungen ergeben, dass die Säuglinge Tim und David vor 17 Jahren vertauscht wurden.

Mit den obigen Zeilen ist die Grundstruktur des Romans beschrieben. Sie sagen aber nichts aus über die Tiefe des Romans und seine Vielschichtigkeit.

Die Protagonisten wurden zwar schon in den ersten Abschnitten von der Autorin gut charakterisiert, doch sie hat es ausgezeichnet verstanden, das Bild der Protagonisten zu vervollständigen durch deren Handeln Extremsituationen.

Für mich steht Tim im Mittelpunkt des Romans. Seine heile Welt bricht auseinander. Er sieht seine Eltern, insbesondere den Vater, mit völlig neuen Augen. Zwar fühlt er sich im Zusammensein mit Mona, Rolf und Katrin wohl, doch bleibt eine Distanz, eine innere Leere. Er glaubt, nicht dazu zu gehören. Er hat das Gefühl, in einem Labyrinth umherzuirren und fällt eine folgenschwere Entscheidung.

Glanzpunkte der Geschichte sind für mich die Gespräche zwischen Tim und Rolf, aber auch Tim und Katrin. Hier werden Themen aufgegriffen, die tief in die Grundfragen des Lebens eingreifen. Es geht um Philosophie, Biologie, Kunst und Religion. Dazu kommt, dass Tim bisher mit Glaubensfragen kaum in Berührung kam, während Rolf und Mona den Glauben in den Mittelpunkt ihres Lebens gestellt haben. Mit Rolf diskutiert Tim über den Sinn des Lebens. Was macht unser Leben wertvoll? Hier könnte man jeden Satz von Rolf dick unterstreichen. Auch Katrin versteht es, in den Gesprächen auf die Zweifel und Fragen ihres neuen Bruders einzugehen. Für ihr Alter zeigt sie eine erstaunliche Reife. Keines der Gespräche bleibt nur an der Oberfläche. Die Themen werden tiefgründig und allgemeinverständlich diskutiert. Egal wer der Partner von Tim ist, jeder nimmt seine Fragen ernst. Nichts wirkt aufgesetzt. Alles ergibt sich logisch aus der Handlung. Tim selbst stellt fest, dass er nie das Gefühl hatte, jemand wolle ihn zum Glauben überreden.

Emotional sehr berührt haben mich aber die Teile des Romans, wo es um David geht. David, der behindert ist, wird von seinen Eltern und seiner Schwester um seiner selbst willen geliebt, nicht wegen seiner Leistungen. Das erkennt Tim – und damit kann er nicht umgehen. Sein Verhältnis zu David bleibt angespannt und abwertend. Damit polarisiert David, ohne es zu wissen. Tim ist aber bereit, dazu zu lernen. In den Gesprächen mit Katrin und Rolf geht es häufig um David. Die Fragestellungen und Antworten sind so vielfältig, dass sie den Rahmen dieser Rezension sprengen würden. Es lohnt sich, diese Abschnitte in Ruhe zu lesen und zu durchdenken. Von einigen der Antworten war ich überrascht, da sie gängigen Klischees widersprechen und ein neues Bild zeichnen.

Es sind viele kleine Details und Szenen, die den Roman zu etwas Besonderen machen. Nicht unerwähnt bleiben soll das erste Zusammentreffen von Professor Weingarten, einem Kollegen von Rolf, mit David. Es zeigt, wie sehr man sich in einem Menschen täuschen kann.

Die Sprache des Buches ist dem Inhalt angemessen. Komplizierte Themen werden allgemeinverständlich dargestellt. Die Autorin beherrscht das Spiel mit treffenden Metaphern. Viele der Sätze sind es wert, Eingang in eine Zitatensammlung zu finden. Dazu gehört meiner Meinung nach das Zitat zu Beginn der Rezension. Gedanken, ein nie abgeschickter Brief, eine phantasievolle Geschichte und ähnliches wurden kursiv geschrieben und heben sich damit vom übrigen Text ab. Gerade sie aber geben einen zusätzlichen Einblick in die Gefühlswelt der Protagonisten.

Das Cover passt ausgezeichnet zum Inhalt. Zwei Gesichter, nur zur Hälfte zu sehen, verdeutlichen insbesondere Tims Zerrissenheit.

Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es hat mich nicht nur tief berührt, sondern an vielen Stellen zum Nachdenken gebracht.

A. Kaufmann, 15.07.2014

„Ich denke, also bin ich. Ich plane, also bin ich. Ich produziere, also bin ich. Und ich bin geliebt, also bin ich. Wertvoll ist, wer geliebt wird. So einfach war das. Unglaublich.“

 

Dieses Buch erschlich sich mein Interesse durch den Klappentext, der von einem schrecklichen Irrtum in einem Krankenhaus erzählt, von einem Chaos in einer Nacht, in der zwei Jungen geboren wurden. Eine Verwirrung, die dazu führte, dass die Babys vertauscht wurden. Und ein Leben führten, für das sie ursprünglich nicht bestimmt waren … oder doch?

 

Wer sich von diesem Roman eine dramatische und zu Tränen rührende Geschichte erhofft, wird vermutlich enttäuscht werden. Dieses Buch entbehrt allzu große Spannung, ist leise, unaufdringlich und wird von einigen Rezensenten sogar als „streckenweise langatmig“ tituliert. Für meinen Geschmack zu unrecht. Ich habe die ruhige, bedächtige Art der Autorin, die Geschichten von Tim und David langsam aufzurollen, genossen. Ich mochte ihre anschaulichen Beschreibungen und die wundervolle Ausarbeitung der einzelnen Charaktere dieser beiden Familien, und fand es hoch interessant, deren Lebenseinstellungen und Wertvorstellungen sowie ihren Umgang miteinander kennen zu lernen. Ich genoss die Diskussionen und Gespräche, in denen es meist über tiefgründige Themen ging, und ich fand die Art und Weise, wie Birgit Gassmann das Gefühlschaos beschrieb, das die Entdeckung dieses folgenschweren Irrtums vor beinahe 18 Jahren mit sich zog, zutiefst beeindruckend. Dieses Buch geht tief unter die Haut. Es ist nicht mitleidheischend oder rührselig, aber sehr emotional. Es möchte nicht bekehren, veranlasst aber zu nachdenklichen Reflexionen über sich selber. Was macht meinen Wert aus? Wann ist der Mensch etwas wert und wie misst man diesen Wert? In Gesprächen zwischen Tim und seiner leiblichen Schwester Katrin werden plötzlich viele Dinge klarer, verständlicher. Die Themenfülle in „Vertauschte Leben“ ist beeindruckend und wer sich darauf einlässt, darf eine breite Palette an Gefühlen an der Seite der Protagonisten durchleben und erhält vielleicht auch Antworten auf grundsätzliche Fragen über die Religion und Gott. Ich habe jede einzelne Seite dieses Romans genossen und zähle „Vertauschte Leben“ zu einem meiner größten Lesehighlights des heurigen Jahres.

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