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Unter dem Polarlicht

Roman.

Chiara verliert ausgerechnet zu Beginn der Adventszeit ihren Job. Entsprechend froh ist sie über den Auftrag, für einen berühmten Autor, der sich beide Hände gebrochen hat, sein neuestes Manuskript zu tippen. Hals über Kopf reist sie in die kanadischen Rocky Mountains, wo Florian Forster in einer einsamen Berghütte lebt. Dieser entpuppt sich als wortkarger Eigenbrötler.

Die lebenslustige Chiara lässt sich durch seine schroffe Art nicht beeindrucken, sondern fordert ihn heraus, sich dem Leben zu stellen. Bald ist sie nicht nur von den Polarlichtern, der verschneiten Märchenlandschaft und dem Geheimnis der weißroten Zuckerstangen verzaubert ... Doch dann stoßen Chiaras Freunde aus Deutschland auf ein dunkles Geheimnis aus Florians Vergangenheit. Schwebt sie etwa in großer Gefahr?
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  • Nr. 817078
  • · Broschur, 208 Seiten
  • · 08/2015
  • · Gerth Medien
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Elisabeth Büchle
Unter dem Polarlicht (eBook)
Nr. 5517078
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  • „An diesem Buch hat mir besonders gut gefallen mal keine perfekt aussehende Protagonistin zu haben. Wie die meisten Menschen kämpft Chiara damit, mit ihrem Äußeren nicht der Norm zu entsprechen und das macht sie dem Leser unheimlich sympathisch und nahbar. Es fällt einem leicht sich in sie hineinzuversetzen.[...] Wer also einen richtig schönen Roman für lange Winterabende sucht, kann mit diesem Buch nichts falsch machen. Lesegenuss garantiert!“ Leserstimme
  • „In 'Unter dem Polarlicht' verschafft Elisabeth Büchle ihren Lesern gewissermaßen einen Blick hinter die Kulissen. Sie lässt sie dem Helden und somit einem Autor bei seiner Arbeit über die Schultern sehen und verstehen, wie ein Buch entsteht. Erfrischend klar wie die winterliche Luft der Rocky Mountains erzählt sie in diesem Kurzroman von Vergeben, Intrigen und neuen Chancen.“ Love Letter Magazin

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Susanne Degenhardt für "Bücherändernleben", 30.08.2015

Nur wenige Wochen vor Weihnachten verliert Chiara Kilian ganz unerwartet ihre Arbeitsstelle. Allerdings bleibt ihr nicht viel Zeit, um sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen, denn ein Freund verhilft ihr zu einem neuen Job: Sie soll einem Schweizer Autor beim Schreiben seines Manuskripts helfen, da er sich an beiden Händen einen Kahnbeinbruch zugezogen hat.

 

Kurz vor ihrer Abreise stellt Chiara verwundert fest, dass ihre Reise gar nicht in die Schweiz geht, sondern nach Kanada. Dort lebt der Autor zurückgezogen in einer Hütte, welche sich in den Rocky Mountains befindet. Ungewohnt wortkarg verhält sich Florian Forster, als sie bei ihm eintrifft. Er ist ganz anders, als sich Chiara den Autor vorgestellt hat. Während die beiden zusammen an Florians neuem Buch arbeiten knistert nicht nur das Feuer im Kamin, Florian taut nach und nach auf, aber er verbirgt auch ein Geheimnis vor der zweiundzwanzigjährigen...

 

Nebenbei lässt Elisabeth Büchle auch die Bedeutung und Geschichte des Candy Cane – welcher sich als Vignetten im Buch verteilt wiederfindet - und einiges über den christlichen Glauben in die Handlung einfließen. Das Thema Vergebung sticht dabei besonders hervor.

 

Chiara wurde mir von Beginn an sympathisch, vor allem, da sie als eine junge Frau mit „nicht perfektem“ Körper geschildert wird. Schön, dass die Protagonistin keine Modelfigur hat und mit denselben Problemen zu kämpfen hat, die viele Frauen haben.

 

Als Fan der Autorin und des wunderschönen Landes Kanada war dieses Buch ein Muss für mich und das Lesen konnte unter keinen Umständen bis in die Weihnachtszeit aufgeschoben werden! Die Beschreibung der winterlichen Landschaft und der Polarlichter zogen mich in ihren Bann und erzeugten in mir trotz sommerlicher Temperaturen ein weihnachtliches Gefühl.

 

Das neueste „Büchle“ von Elisabeth Büchle ist im Gegensatz zu ihren anderen Romanen tatsächlich ein „Büchle“- das schmalste und dennoch wunderschön, romantisch, mit einer Prise Spannung. Perfekt, um sich zu entspannen – egal, ob es draußen +30 ° oder -20° Grad sind!

ohne Angabe, 07.09.2015

Ich habe dieses wunderschöne, winterliche Buch innerhalb zwei Tagen verschlungen. Wie immer schreibt Elisabeth Büchle sehr lebendig, spannend und so als wäre man mittendrin dabei. Ein faszinierendes Buch darüber, dass es sich lohnt einen Menschen genauer anzuschauen.

Absolut Empfehlenswert :-)

Buchrättin, 08.09.2015

Ein Buch mit einer Geschichte, die ich ideal für die Vorweihnachts- oder auch Adventszeit finde. Wunderschön romantisch – und mit ein wenig Weihnachtsfeeling – eine wundervolle Liebesgeschichte.

Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die ihre Stelle verloren hat und nun das Angebot bekommt für einen Autor dessen Geschichte zu tippen. Er hat beide Hände verletzt und benötigt dringend Hilfe.

Chiara weiß nur, dass er aus der Schweiz kommt und sie in einem abgelegenen Holzhaus für ihn arbeiten soll. Doch nicht nur das abgelegene Holzhaus und dessen genaue Lage bieten ihr eine Überraschung.

Ich liebe die Bücher der Autorin. Ich hätte hier bei diesem doch recht dünnen Büchlein gern noch einige Seiten dazu gewünscht. Einfach um das Lesevergnügen noch ein wenig länger genießen zu können.

Die Figuren waren toll ausgeformt, mit Ecken und Kanten, die sie lebendig machen. Ich mochte die Beschreibungen der Umgebung, diese Feeling, was die Autorin einem Leser vermittelt.

Die Kälte, die Schneeflocken, die diese wundervollen Bilder an die Fensterscheibe malen, die Zuckerstangen. Das sind diese Kleinigkeiten, die den Weihnachtszauber im Buch auch im Herzen der Leser verwurzeln.

Aber auch die Figuren fand ich sehr gelungen. Dieser eigenbrötlerische Autor, was verbirgt er? Rose, die sympathische Weihnachtsliebhaberin und Chiara eine junge Frau, die sehr selbstbewusst zu sein scheint, aber auch ihre Schwächen hat.

Alles zusammen ergibt eine wundervolle Geschichte, die ich regelrecht verschlungen habe.

Ein Buch für Liebhaber von Weihnachtsbüchern, Liebesgeschichten und ein Garant für einige tolle Lesestunden.

ohne Angabe, 09.09.2015

Es läuft zurzeit nicht gut in Chiaras Leben. Das geerbte Haus ist stark renovierungsbedürftig, ihre beste Freundin Mia kommt bei einem Unfall ums Leben und nun verliert sie auch noch ihren Job in der Bank. Weihnachten steht vor der Tür und Chiara weiß nicht wie es weitergehen soll – da bekommt sie ein spontanes Jobangebot.

 

Für einen Schweizer Autor, der sich beide Hände gebrochen hat, soll sie als Schreibkraft arbeiten bis sein Buch fertig ist. Chiara nimmt den Job an und erst auf dem Weg zum Flughafen erfährt sie, dass sie nicht in die Schweiz sondern

ganz nach Kanada reisen muss.

 

Der Autor lebt zurückgezogen in einer einsamen Blockhütte und zeigt sich anfangs wenig umgänglich. Ein dunkles Geheimnis scheint ihn zu belasten, doch in Chiaras Gegenwart taut er langsam auf. Dann bekommt Chiara eine

mail, dass sie sich in Gefahr befindet ...

 

 

Ein überaus spannendes Buch von Elisabeth Büchle, das uns wieder einmal zeigt, wie gedankenlos wir mitunter miteinander umgehen und was das für Konsequenzen haben kann.

ohne Angabe, 14.09.2015

Chiara verliert ihren Job kurz vor Weihnachten. Doch kurz darauf bekommt sie das Angebot für einen Autor, der beide Hände gebrochen hat, als Schreibkraft tätig zu werden. Kurzfristig fliegt sie zu ihm nach Kanada und erlebt dort ein ganz anderes Weihnachtsfest als sie es gewohnt ist.

 

Elisabeth Büchle ist ein Garant für fesselnde Geschichten mit Herz und Humor. So auch in diesem kurzen Weihnachtsroman. Ihr Schreibstil ist rasant, aber dennoch stimmungsvoll. Ich konnte hier förmlich die verschneite Winterlandschaft Kanadas vor mir sehen - und das im September bei Sonnenschein und Außentemperaturen von 25 Grad!

Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt - ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

 

Die Charaktere sind vielschichtig angelegt und haben ihre Ecken und Kanten. Aber gerade das macht sie liebenswürdig und zu den Helden der Geschichte. Besonders fasziniert hat mich hier die Darstellung von Chiara. Im Gegensatz zu den Heldinnen irgendwelcher Frauenromane verfügt sie nicht über irgendwelche Modelmaße. Mit ihren Figurproblemen schlägt sie sich auch im Buch rum, aber gerade das macht sie so sympathisch. Sie ist nicht die ständig perfekte, schlanke und durchgestylte Protagonistin, sondern sie hat mit ganz alltäglichen Problemen zu kämpfen. Das macht Chiara authentisch und liebenswürdig.

 

Diese Authentizität und der gut platzierte Humor, sowie die spannende Handlung, verhindern, dass die Geschichte ins Kitschige abrutscht. Das macht für mich auch den Charme dieses Buch aus.

 

Elisabeth Büchle ist mit "Unter dem Polarlicht" ein wunderbares Weihnachtsbuch gelungen, das mit Spannung, vielschichtigen und authentischen Charakteren und Humor überzeugt. Das Buch hat nur einen Fehler: Es ist definitiv zu kurz! Gerne hätte ich noch mehr gelesen.

K. Kauer, 16.09.2015

Die junge Chiara Kilian verliert im Rahmen einer Welle betriebsbedingter Kündigungen ihren Arbeitsplatz in einer angesehenen Bank.

Dieses ohnehin unerfreuliche Ereignis fällt ausgerechnet noch in die Adventszeit und so fällt es ihr doppelt so schwer alleine und ohne Arbeit zu sein. Der Mann ihrer besten, leider kürzlich verstorbenen Freundin vermittelt ihr kurzfristig einen Job als Schreibkraft. Sie soll für einen allseits bekannten Autor, der zur Zeit in den Rocky Mountains verweilt, Manuskripte tippen, da dieser sich seine Arme gebrochen hat und daher seine Schreibmaschine nicht selbst einsetzen kann.

Chiara sagt spontan zu und reist sogleich ab. In den Rocky Mountains angekommen ist sie allerdings recht erstaunt, dass der berühmte Autor noch so jung ist und obendrein auch noch sehr gut aussieht.

Was ihr weiterhin sofort auffällt ist, dass dieser Mann auffällig zurückgezogen lebt, noch dazu in völliger Einsamkeit fern jeder Gesellschaft. Seine brummige, wortkarge Art lässt Chiara rasch vermuten, dass er ein Geheimnis mit sich herumträgt, das ihn schwer zu belasten scheint.

Was hat ihm nur diese seelischen Wunden zugefügt, die ihn ganz offensichtlich so stark erschütterten, dass er einen harten Kokon um sich wob. Aber Chiara ist nicht gewillt diesem Leid tatenlos zuzusehen und versucht ihn folglich mit allen möglichen Methoden einer klugen Frau aus der Reserve zu locken, was ihr schließlich sehr gut gelingt.

Mittlerweile erfuhr Chiaras Bekannter in Deutschland, dass der Schriftsteller wohl etwas Unvorstellbares getan hätte und fürchtet nun um das Wohl Chiaras. Kann es tatsächlich sein, dass sie in Gefahr schwebt? Wird sie sich von den schockierenden Neuigkeiten in ihrer aufkommenden Zuneigung beeinflussen lassen?

 

In Chiara hat Elisabeth Büchle eine überzeugend erfrischende, einfache junge Frau geschaffen, die obendrein leicht pummelig ist, ihre Ecken und Kanten hat, aber große innere Werte besitzt. Wir begegnen in diesem außerordentlich unterhaltsamen Roman keinen Übermenschen, sondern "normalen" Charakteren, wie aus dem täglichen Leben. Was die Autorin mit diesen eher normalen Alltagshelden dann jedoch in einer gelungenen spritzig-humorvollen Story anstellt ist einfach herrlich zu lesen. Die sympathischen, launischen und über so manche Situationskomik witzigen Romanfiguren entfalten über die einfach nur hinreißende Story ein absolut kurzweiliges Lesevergnügen par excellence.

 

Die Schriftstellerin inszeniert über ihre gekonnt malerisch-winterliche Landschaft ein herrliches Kopfkino, in dessen Welt man sich über den einzigartigen Erzählstil der Elisabeth Büchle sofort heimisch und zu Hause fühlt. Viel möchte ich nicht verraten, aber das wunderbare Polarlicht, das sie in malerischen Worten in meinem Kopf entstehen ließ hat es mir bis heute angetan. Die gekonnte Erzählweise wollte mich schon fast zum Fotoapparat greifen lassen, um das Naturschauspiel für mich festzuhalten.

Mit der ihr eigenen Eleganz webt Elisabeth Büchle eine interessante, sehr spannende und gefühlvolle Liebesgeschichte, die immer wieder mit einer erfrischenden Prise Humor gewürzt ist.

Wie immer schenkt uns Elisabeth Büchle in kleinen versteckten Details sehr interessantes Wissen. So zum Beispiel wird uns in diesem Roman auf recht eindrucksvolle Weise die Bedeutung und Geschichte der "Candy Cane" erklärt. Diese finden wir am Anfang jedes Artikels als bedeutungsschwere Vignette. Gerade solche Details, die ihre vertiefte Bedeutung im Roman erhalten machen die Werke der Autorin zu etwas ganz besonderem. So auch in diesem Titel "Unter dem Polarlicht".

 

Der Roman unterstreicht die Werte "Vergebung", "Gottvertrauen", "Hoffnung" und "Neuanfang". Wichtige menschliche Ecksteine, deren Bedeutung und Anwendung man stets und aufs Neue lernen kann: Ein Neuanfang ist dem Menschen immer möglich.

 

Dieses Buch hat mein Herz von der ersten Seite an im Sturm erobert und mich bis zur letzten Seite in seinem Bann gehalten. Kein Wunder, dass ich mit großen Bedauern spürte, wie die noch zu lesenden Seiten immer weniger wurden. Die Story und ihr Verlauf waren so schön, dass ich noch gerne viele Seiten mehr in der dargestellten Welt verbracht hätte. In meinen Augen eine ganz hevorragende, ausgezeichnete Leistung Elisabeth Büchles. Ein herzliches Dankeschön der Autorin für die schöne Zeit und erstklassige Unterhaltung während der Lektüre.

 

Ein großer Dank geht auch an den Verlag Gerth Medien.

A. Kaufmann, 19.09.2015

„Wie kam es, dass manche Menschen gleich mehrere herausragende Begabungen hatten, während andere – wie sie selbst – mit unscheinbaren Talenten auskommen mussten?“

 

„Weil die außergewöhnlich begabten Personen womöglich darauf angewiesen waren, dass die mit den leisen und unscheinbar wirkenden Fähigkeiten sie im Hintergrund unterstützten, ihnen Halt und einen Rückzugsort boten, sie aufrichteten und voranbrachten, sie anleiteten und auch mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbrachte.“

 

„Vermutlich gab es die einen ohne die andere nicht.“

 

Die dreiundzwanzigjährige Chiara Kilian hält nicht viel von ihrem Äußeren und sieht sich aufgrund verletzender Äußerungen ehemaliger Klassenkameraden und nicht zuletzt auch wegen ihres mangelnden Selbstbewusstseins selber als Pummelchen, nicht wert, geliebt zu werden. Die junge Frau mit den strahlend blauen Augen, dem weizenblonden Haar und der frechen Stupsnase lebt seit kurzem wieder in ihrer alten Heimatstadt Freiburg, in der sie jedoch kaum noch jemanden kennt. Als am letzten Tag vor Ende ihrer Probezeit in einer Bank unvermutet ihre Kündigung ausgesprochen wird, offenbart sich ihr in einem ungewöhnlichen Jobangebot eine neue Chance. Der bekannte und berühmte Autor Florian Forster verletzte sich bei einem Unfall beide Hände. Eine fristgerechte Abgabe seines aktuellen Manuskriptes war im Grunde nur noch durch die kurzfristige Einstellung einer Schreibkraft möglich, die Zeit drängte. Chiara überlegt nicht lange und nimmt das Angebot an. In einer einsamen Ferienhütte in den kanadischen Rocky Mountains tritt sie mit einer unwiderstehlichen Mischung aus Zurückhaltung und Humor in das Leben des mürrischen Griesgrams und bietet dem schweigenden Einsiedler Paroli. Hartnäckig hält der wortkarge Eigenbrötler an seiner Distanziertheit fest, doch die unaufdringliche und natürliche, liebenswerte Art Chiaras bringt den Schutzwall um Forsters Herz nach und nach zum Einsturz. Dennoch schafft er es nicht, die düsteren Schatten aus seiner Vergangenheit zu vertreiben. Und plötzlich erfährt der Ehemann von Chiaras bester Freundin Einzelheiten über Forsters Vergangenheit und versucht mit allen Mitteln, Chiara vor diesem Mann zu warnen…

 

Wie auch in ihren anderen Romanen schaffte die Autorin es mit einer spielerischen Leichtigkeit, mich von der ersten Seite an vollständig an das Buch zu fesseln. Die wie gewohnt exzellente Charakterisierung der handelnden Personen, gepaart mit einer köstlichen Prise Humor in ihren Dialogen, machte „Unter dem Polarlicht“ zu einem wahren Lese-Highlight. Die Tatsache, dass bei der Besetzung der weiblichen Protagonistin kein Klischee bedient wurde und es sich bei Chiara nicht um eine makellose Schönheit mit Modelfigur handelt, empfand ich als echte Bereicherung. Elisabeth Büchles Figuren sind von Perfektion meilenweit entfernt, zeigen getrost auch Fehler und Schwächen, und zeichnen sich durch innere Werte wie Liebenswürdigkeit, Herzenswärme, Feinfühligkeit und Nähe aus. Auch die Darstellung der brummigen, eigenbrötlerischen Art des mürrischen Florian Foster empfand ich als höchst überzeugend, die Wortgeplänkel des Autors mit seiner Assistentin, die dessen Verhalten unerschrocken und manchmal sogar ungerührt kontert, waren höchst amüsant. Ich konnte nicht umhin, die beiden in Windeseile ins Herz zu schließen. Die wunderschön ausgearbeitete und feinfühlige Liebesgeschichte wartet zudem mit großer Tiefe auf, der Glaube an Gott und die Thematik von Schuld und Vergebung wurden geschickt in das Geschehen eingewoben. In leisen, unaufdringlichen Tönen führt Elisabeth Büchle ihre Protagonisten auf den Weg zur Verarbeitung der Vergangenheit, zur Vergebung, zum innerlichen Frieden. Ein weiter Weg, den zu begleiten ein sehr emotionales Erlebnis sein kann, sofern man dazu bereit ist, sich ganz auf diese Geschichte einzulassen. Nicht zuletzt zaubert die Autorin durch die akribische Beschreibung der atemberaubenden Landschaft ein klares Bild vor Augen, das einen bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.

 

„Unter dem Polarlicht“ stellte für mich ein wundervolles Leseerlebnis dar, das ich aus ganzem Herzen weiter empfehle. Ein Buch, das zwar durch seinen einnehmenden Schreibstil leicht und locker zu lesen ist, jedoch ganz große Tiefe aufweist.

 

HUMORvoll, GEFÜHLvoll und WERTvoll – und mit unbedingten fünf Bewertungspunkten zu versehen!

B. Gregor, 25.09.2015

Anscheinend müssen wir gelegentlich Umwege machen, um das zu verstehen, was wir lernen müssen. Umso größer ist dann der Lerneffekt. (Seite 122)

 

Meine Meinung

Als in dem Dorf, in welchem ich seinerzeit wohnte, vor etlichen Jahren das erste Osterfeuer organisiert wurde, hielt der Pastor zu Beginn eine kurze Ansprache. Ich habe nie verstanden, wie er die sich förmlich aufdrängende Symbolik, welche sich daraus ergab, daß das Osterfeuer im Wesentlichen aus den alten Christbäumen des vergangenen Weihnachtsfestes bestand, ignorieren konnte und lediglich ein paar Nichtssagende Sätze sprach. Hier, in einem Buch das um die Weihnachtszeit und zudem im verschneiten Kanada angesiedelt ist, und in dem Ostern weder eine Rolle spielt noch überhaupt vorkommt, drängt sich diese Symbolik überhaupt nicht auf - und dennoch hat die Autorin diese auf eindrückliche Weise aufgegriffen und quasi nebenbei gezeigt, daß Weihnachten und Ostern zusammengehören; daß das eine ohne das andere nicht denkbar ist.

 

Dabei deutet zu Beginn überhaupt nichts in diese Richtung. Chiara verliert ihren Job und nimmt übergangsweise die Stelle als „Tippse“ bei einem Bestsellerautor an, der sich an beiden Händen verletzt hat und einige Zeit nicht selbst schreiben kann. Statt in die Schweiz geht es dann in die Einsamkeit Kanadas - gut, daß Chiara einen gültigen Reisepaß greifbar hatte. Dort angekommen, trifft sie auf einen zwar gut aussehenden, aber sich sehr abweisend und brummbärig verhaltenden Mann, der so ziemlich alles tut was geht, um andere Menschen - einschließlich Chiara - von sich fern zu halten.

 

Rasch ist klar, daß da mehr dahinterstecken muß, aber wie Chiara tappt man dabei über weite Strecken völlig im Dunkeln, was das denn sein könnte. Sehr schön gestaltet die Autorin aus dieser Ausgangssituation, in der beide Protagonisten ihre Probleme mit sich herumschleppen, die sich - das Genre legt es nahe und läßt es förmlich erwarten - langsam und behutsam entwickelnde Beziehung zwischen den beiden. Eine Rolle spielt dabei sicher auch die verschneite Winterlandschaft, die so eindrücklich beschrieben wird, daß man vermutlich selbst im Hochsommer ob der Schneemassen frieren würde.

 

Besonders gefallen hat mir eben jene langsame, nachvollziehbare Annäherung zwischen den beiden. Da die Perspektive zwischendurch gewechselt wird, war man als Leser den Figuren öfters einen Schritt voraus und mehr als ein Mal hätte ich ihnen gerne zugerufen, sie sollen sich doch endlich zusammenraufen. Aber gerade diese Langsamkeit macht die Entwicklung so glaubhaft und mit der Zeit wird deutlich, daß beide etliches an Verletzungen mit sich herumschleppen und so geradezu prädestiniert sind, den anderen zu heilen. Es geht weniger um Schuld und Sühne, als um Schuld und (Selbst-)Vergebung. Gleichsam im Nebeneffekt ergibt sich dabei eine leise, oder auch nicht ganz so leise, Kritik an manchen heutigen allzu freien Verhältnissen und (fehlenden) Moralvorstellungen, ohne daß auch nur an einer Stelle die Moralkeule geschwungen oder ein Zeigefinger erhoben würde. Es kommt als das, was es sein soll: ein Denkanstoß.

 

Positiv auffällig auch, daß sich hier nicht nur „Mustermenschen“ im Buch tummeln, sondern z. B. Chiara ihre ganz normalen und vermutlich weit verbreiteten Probleme mit ihrer nicht unbedingt „musterartigen“ Figur hat.

 

Eingeflochten ins Buch ist die Legende um die hirtenstabartigen Zuckerstangen mit ihren roten Streifen, die das zur Vergebung der Sünden vergossene Blut Jesu symbolisieren können, womit sich die Verbindung zu Ostern ergibt. Denn Jesus kam an Weihnachten in die Welt, um an Ostern die Menschen zu retten; etwas, was oft vergessen wird, hier aber umso deutlicher zutage tritt.

 

Alles in allem ist dieses erste Weihnachtsbuch der Autorin ein solches, was - im Gegensatz zu vielen anderen, die heute so genannt werden - diese Bezeichnung mehr als verdient und neben einer (wie nicht anders zu erwarten) wunderbar zu lesenden Geschichte auf das Wesentliche des Weihnachtsgeschehens hinweist. Dabei wirkt das überhaupt nicht aufgesetzt oder gar gewollt, sondern ist dermaßen gut in die Geschichte integriert, daß es einfach so sein muß und das Buch seine Botschaft - wenn man denn diesen Begriff verwenden will - auch gut und problemlos über den Tellerrand hinaus hinaus transportieren und verbreiten kann.

 

Viel zu schnell war das Buch ausgelesen und ich kann nur hoffen, daß die Autorin auch im nächsten Jahr ein Weihnachtsbuch, also ein richtiges Weihnachtsbuch wie dieses, vorlegt. Bis dahin bleibt nur, es eben nochmals zu lesen.

 

Kurzfassung

Alles, was ein Weihnachtsbuch braucht: ein zunächst widerspenstiges Paar, viel Kälte und Schnee, einen Weihnachtsbaum und natürlich ein Weihnachtswunder im eigentlichen Sinne des Wortes. So gehört sich das für ein Weihnachtsbuch.

Arietta, 19.10.2015

Eine berrührende Geschichte die einem Weihnachtswunder gleicht

 

Meine Meinung und Zusammenfassung:

Schon Bitter, das Chiara so kurz vor Weihnachten ihren Job verliert. Hier spürte man ihre Verzweiflung, als sie zu dem kleinen Leon und seinem Vater Patrick, dem Vater ihrer besten verstorbenen Freundin Mia aufsucht. Ihm kann sie ihr Herz ausschütten, ich fand es berührend wie der klein Leon seine Ärmchen um Chiara legte, so als wollte er ihr auch Trost spenden. Wie es der Zufall will, kann Patrick weiterhelfen und hat eine Stelle für sie, auch wenn sie nur befristet ist. Es ist schon eine außergewöhnlicher Auftrag, sie soll für den berühmten Schweizer Autor Florian Forster seine Manuskripte tippen, er hat sich dummerweise beide Hände gebrochen, kein Wunder das Chiara zugreift, besser dies wie keine Arbeit. Chiara ist ganz schön erstaunt als sie ihr Flugticket in Händen hält, es geht nicht in die Schweiz, nein in die Rocky Mountians nach Banff in Kanada. Bei der Ankunft trifft sie auf den Taxifahrer Marc und auf Rose die Ladenbesitzerin, eine Frau die einem gleich symphytisch ist. Sie erfährt das Florian zurückgezogen in den Bergen lebt wie ein Einsiedler sehr brummig und eigenbrödlicher ist. So entpuppt er sich auch als sie eintrifft, wortkarg und nicht gerade sehr freundlich. Aber Chiara lässt sich nicht so leicht von ihm in die Flucht schlagen. Mit der Zeit genießt sie die Einsamkeit in der weißen Winterwelt und die wundervollen und einzigartigen Polarlichter, sie ist wie verzaubert. Eine abenteuerliche, aufregende Zeit beginnt. Sie erfährt von Rose von der Geschichte der Zuckerstangen. Aber irgendetwas dunkles umgibt Florian, er scheint ein dunkles Geheimnis zu hüten, irgend etwas verbirgt er, hat er Angst das irgend etwas ans Tageslicht kommt? Jedenfalls ihre Freunde in Deutschland, haben etwas entdeckt und haben große Angst um Chiara.

 

Meine Meinung zur Autorin:

 

Elisabeth Büchle hat eine sehr aufregende und fesselnde Geschichte mit „Unter dem Polarlicht“ geschrieben. Sie schreibt in einer sehr schönen schon fast poetischen Sprache und mit Gefühl, die einem mitreißt. Sie nimmt einem mit auf eine Reise ins winterliche Kanada, der beeindruckenden Bergwelt der Rocky Mountains, das Spiel und der Tanz der Polarlichter, all dies ist so bildhaft beschrieben, das man das Gefühl hat dort zu sein. Auch erfährt man von der wunderschönen Geschichte der Zuckerstangen, die in die Weihnachtszeit passt. Hauptsächlich aber geht es im Inhalt um Abbitte und Verzeihung, zum Finden zu sich selbst. Das man sich der Vergangenheit stellen und dem Leben stellen muss, nicht verzagen sollte den einen Lichtblick gibt es immer, das Gott alles in Händen hält und sei es auf Umwegen. Für mich eine sehr behutsame und emotionale Geschichte. Florian, der mit seiner Verstrickung in der Vergangenheit zu kämpfen hat und sich wie eine Auster zurück gezogen hat. Chiara, die sich als Pummelchen fühlt und unter Selbstwertgefühlen leidet. Man bekommt tiefe Einblicke in die Gefühlswelt ihrer Protagonisten, sie wirken sehr real und lebendig. Auch kommen die einzelnen Charaktere sehr klar herüber, so das man sich sehr gut in jeden einzelnen hinein versetzen kann und ihn versteht.

 

"Eine herzergreifende und zauberhafte Geschichte, ein Weihnachtswunder."

 

"Ein Buch das man gelesen haben sollte."

keine Angabe, 21.10.2015

Chiara wird kurz vor Weihnachten arbeitslos. Und nun? Da bekommt sie das Angebot für sechs Wochen einem Schriftsteller, der sich die Hände verletzt hat und nicht tippen kann, auszuhelfen. Warum nicht? Fragt sie sich. Sie erwartet einen älteren Mann und ein Haus in der Schweiz. Doch es kommt alles anders, als sie gedacht hat. Es geht nämlich in ein einsames Blockhaus in Kanada und der "ältere Mann" entpuppt sich als junger Mann, der aber nicht nur sehr wortkarg ist, was die privaten Gespräche angeht, sondern in der Bevölkerung auch als Eigenbrödler und schroffer Mann bekannt ist.

 

Doch Chiara ist nicht nur nicht auf den Mund gefallen, sie ist auch sehr offen, zupackend und lässt sich nicht unterkriegen. Als sie eine beunruhigende Mail aus Deutschland bekommt, muss sie sich entscheiden, ob sie glaubt, was darin steht oder sich auf ihren Instinkt verlassen. Und ist ihre Entscheidung, die sie dann trifft, klug?

 

Elisabeth Büchle ist mir bisher durch ihre historischen Romane bekannt, ich mag ihre Bücher, die immer wieder spannend und kurzweilig sind und außerdem immer wieder Bezug nehmen auf christliche Werte und christliches Leben.

"Unter dem Polarlicht" spielt aber ganz aktuell in der heutigen Zeit. Wieder ist es ihr Sprach- und Schreibstil, der auch in diesem Buch wieder überzeugt.

 

Es ist eine sehr romantische Geschichte, die während der Weihnachtszeit spielt. In einer verschneiten, einsamen Gegend. Elisabeth Büchle lässt uns mitreisen in diese herrliche Gegend, sie verschafft mit Worten Landschaften und Begebenheiten zu Leben und das Kopfkino hat einiges zu verarbeiten.

Es ist kein allzu dickes Buch, knapp 200 Seiten, die man kaum aus der Hand legen möchte, so schafft es die Autorin wieder einmal einen mit in eine Geschichte hinein zu ziehen.

 

Es handelt von zwei sehr widersprüchlichen Menschen, der offenen Chiara, dem verschlossenen, granteligem Autoren Florian, es geht um Vertrauen, aber auch um das Verzeihen. Es geht auch um das Geheimnis von roten Zuckerstangen. Hineingeflochten in diese Geschichte sind auch immer wieder turbulente und aufregende Ereignisse, so dass es niemals langweilig wird.

 

Mich hat diese Geschichte verzaubert und ich kann sie nur wärmstens empfehlen, für alle, die gerne romantische Geschichten lieben.