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Hoffnung eines neuen Tages

Roman.

Während der Erste Weltkrieg seinen unheilvollen Lauf nimmt, versucht die junge Demy in Berlin weiter unermüdlich, sich und ihre Schützlinge durch die schwere Zeit zu bringen. Als sie unter der Last zusammenbricht, steht ihr Philippe Meindorff unverhofft zur Seite. Doch dann erhält die Familie eine niederschmetternde Nachricht, die alles erneut ins Wanken bringt ...

Anki und Robert geraten in Petrograd in die Unruhen der Februarrevolution und müssen mit den vier Fürstenkindern fliehen. Bei dem fast aussichtslosen Versuch, nach Berlin zu entkommen, wird die Schicksalsgemeinschaft auseinandergerissen. Wird das nahe Kriegsende alle wieder zusammenführen?

Der dritte und letzte Teil der großen Meindorff-Saga.

Band 1: Himmel über fremdem Land, Nr. 816750
Band 2: Sturmwolken am Horizont, Nr. 816921
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  • Nr. 816927
  • · Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, 480 Seiten
  • · 03/2014
  • · Gerth Medien
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Elisabeth Büchle
Hoffnung eines neuen Tages (eBook)
Nr. 5516927
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  • „Durch die verschiedenen Handlungsstränge erhält der Leser einen guten Einblick über die unterschiedlichen Orte und Lebensumstände in Deutschland und Russland 1917/1918. Die packende Geschichte ist wie immer gut recherchiert und erzählt viele interessante Details.“ sound7.de
  • „In der Meindorff-Saga (Band 3) stecken Wort- und Waffengefechte, facettenreiche Unterhaltungen, Wissens- und Wertevermittlung auf ansprechendem Niveau. Geschichtsunterricht zum Greifen nah. (...) Elisabeth Büchles Kunst, umfangreich zu recherchieren und mit einem gewaltigen Wort-Schatz einer besonderen, tragisch-großen Epoche Leben einzuhauchen, ist brillant gelungen, einmal mehr. Vielen Dank!“ Leserstimme
  • „Was für ein Abschluss. Ich habe diese Reihe geliebt und auch der dritte und somit abschließende Teil der Reihe konnte mich wieder vollends begeistern.“ LOVELYBOOKS

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H. Meißner, 04.03.2014

Ich habe soeben innerhalb von 2 Tagen den neuen Roman und großartigen Abschluss der 1.Weltkriegstrilogie von Elisabeth Büchle gelesen und muss sagen, es ist der Autorin grandios gelungen, die Meindorff-Saga abzuschließen. Zum Einen ist auch der dritte Band randvoll gespickt mit historischen Geschehnissen, die unter dem Blickpunkt der Romanfiguren für mich neue Erkenntnisse brachten, zum Anderen ist er so wie ein guter Roman sein sollte - spannend, lustig, zum Mitfreuen und Mitweinen. Manche Hoffnung, wie sich die Beziehungen und Lebensläufe der Personen entwickeln, wurde erfüllt, manche auch zerstört. Das macht die Handlung für mich umso realistischer, denn in Kriegszeiten werden viele Hoffnungen zerstört, manche aber auch erfüllt. Deswegen finde ich den Titel auch sehr passend.

Ich kann diesen Band, genau wie die gesamte Trilogie nur wärmstens empfehlen.

S. Möller, 23.03.2014

Da mir die ersten beiden Bände nicht nur sehr gut gefallen haben, sondern mir auch die Charaktere ans Herz gewachsen sind, habe ich dem Erscheinen des dritten Bandes ziemlich entgegen gefiebert. Wobei ich auch sagen muss, dass es mir bei Trilogien oft so geht, dass ich den dritten Band nach dem Lesen als den Schwächsten empfinde. Dies kann ich in Bezug auf „Hoffnung eines neuen Tages“ aber absolut nicht behaupten!

 

Wir begleiten Demy einmal mehr bei ihrem Kampf für ihre vielen Hausgenossen und die Menschen, die sie liebt. Als Leser (und ich weiß, dass dies nicht nur mir so ging) habe ich ja seit dem ersten Band ein Happy End zwischen Philippe und Demy erhofft - allerdings hat die Autorin an sich den Anspruch, realitätsnah zu bleiben und was ging im 1. Weltkrieg schon gut aus? Ob die beiden dennoch zueinander finden durften, verrate ich euch natürlich nicht!

 

Auch Anki, ihr Mann Robert und die vier Chabenski-Mädchen erleben eine Menge - mitten in der Revolution, wo Adlige kein sicheres Leben mehr führen, auf der Flucht vor Menschen, die ihnen Übles wollen, hoffen sie, dass es ihnen gelingt, ins Kaiserreich zu entkommen. Aber selbst, wenn dies gelingen sollte, wird es ihnen dort besser ergehen? Ein Deutscher, eine Niederländerin und vier russische Prinzessinnen?

 

Natürlich erfahren wir auch von allen anderen liebgewonnen Charakteren, wie es ihnen während des Weltkriegs weiter ergeht: Hannes, Edith, Albert ... aber nicht nur nette Personen überleben im Krieg - auch Karl Roth stellt weiter eine Gefahr dar!

 

Der dritte Teil ist nicht nur flüssig zu lesen - er ist mitunter so spannend geschrieben, dass man sich zwischendurch selbst daran erinnern muss, Atem zu holen! Dazu natürlich die - gewohnt - tiefgehend charakterisierten Personen, die ich bei Elisabeth Büchle so liebe.

Aber da wir uns in einem Krieg befinden, sind natürlich nicht nur die Auswirkungen des Krieges auf die Zivilbevölkerung (wie Demy) Thema, sondern wir befinden uns manchmal mitten im Kriegsgeschehen - ob im Schützengraben oder in der Luft. Aber auch diese teils schrecklich nahegehenden Szenen beschreibt die Autorin, ohne es zu glorifizieren oder zu sehr ins Pathos abrutschen zu lassen.

Vom Kriegsgeschehen im Schützengraben habe ich schon mehrfach in anderen Büchern, die zu dieser Zeit spielen, gelesen - hier war deshalb für mich das besondere, dass wir viel über die Entwicklung der Jagdflieger und ihrer Flugzeugen erfahren - man spürt beim Lesen, welche Freude die Autorin bei den wilden Flugszenen hatte.

 

Alles in allem nehme ich sehr wehmütig Abschied von den Personen dieser Trilogie und kann sie allen Lesewütigen nur ans Herz legen!

ohne Angabe, 24.03.2014

Der letzte Teil "Hoffnung eines neuen Tages" verweist auf das Ende, welches wir erwarten durften: HOFFNUNG.

 

Der Schreibstil der Autorin ist erfrischend flüssig und außergewöhnlich bildhaft. Hier finden wir eine bunte Mischung vieler Charaktere, die sehr detailliert und lebendig dargestellt werden.

 

Über drei Folgen wurden mir die Romanfiguren zu lieb und vertraut gewordenen Menschen, deren Schicksal und Gefühle ich über den Stil der Autorin nahezu „hautnah“ mitempfinden konnte. Die Autorin beschreibt die Geschehnisse des Krieges sehr real und eindrucksvoll. So manches Mal wähnte ich mich mitten im Geschehen zu befinden. Auch die Erlebnisse im Hause Meindorff waren sehr ereignisreich und detailliert dargestellt. Dadurch wurde die Story authentisch.

 

Dieses Buch ist ein wunderbares Leseerlebnis. Ein Muss für alle die historische Romane lieben.

 

Einen lieben Dank an Gerth Medien für die Bereitstellung dieses großartigen Romans. Ein herzliches Dankeschön auch an die liebe Autorin Elisabeth Büchle für die Begleitung und vielen Erklärungen während unserer regen Leserunde.

ohne Angabe, 25.03.2014

Dieses Buch (3. Teil) ist der Abschluss der Meindorff-Saga.

Optisch finde ich Ihn sehr gelungen und es passt einfach alles zusammen.

Inhaltlich werden wir wieder in die Geschehenisse des 1. Weltkrieges und in diesem Zusammenhang in die privaten Eskapaden und Problemchen der Meindorffs und deren Freunden hinein versetzt:

Zum einen Edith und Hannes, die an der Front sind und dort Ihre beruflichen Aufgaben, als auch persönlichen Probleme bestreiten.

Anki und Robert, sowie deren Schützlinge die in Russland nicht mehr sicher sind ... Und das zankende „Scheinverlobte“-Paar Demy und Phillippe, die nicht mit, aber auch nicht ohne einander können.

Sowie einige weitere Freunde und Feinde dieser „Truppe“, wie Herr Roth, der es auf Phillipe bzw. Demy abgesehen hat um sich an Phillipe zu rächen, oder Frau Romeike die einen eher fraglichen Ruf hat.

 

Der Aufbau dieses Buches ist so toll, das man von Kapitel zu Kapitel liest und liest und einfach wissen will wie es dem ein oder anderen geht bzw. was als nächstes geschieht. Es hat einfach Suchtfaktor!

Die Autorin hat sich mit Liebe um den Aufbau, als auch die geschichtlichen Fakten gekümmert. Man merkt das dieses Buch nicht einfach dahin gekritzelt worden ist.

 

Fazit: Schade, dass die Trilogie nun zuende ist, es war ein Genuss! Ich danke der Autorin hiermit für dieses Lesevergnügen.

keine Angabe, 27.03.2014

„…Aber weißt du, Liebe reicht auch über viele Kilometer hinweg, sogar über Mauern, Grenzen und Schützengräben…“

 

Wir schreiben das Jahr 1917. In Berlin beobachtet Karl Roth Rika van Campen. Erneut flammt sein Hass gegen Philippe Meindorff auf.

In Petrograd werden die Häuser des Adels überfallen, angezündet und ausgeplündert. Anki und ihre vier Schützlinge müssen fliehen.

In einem belgischen Lazarett arbeitet Edith Meindorff. Eines Tages liegt in einem der Betten ein britischer Offizier, John Howell.

Der dritte Teil der Meindorff-Trilogie beschreibt die letzten Jahre des ersten Weltkrieges. An wenigen Stellen gibt es kurze und aussagekräftige Informationen über das vorhergegangene Geschehen. Diese sind geschickt in die Handlung integriert.

In Berlin sind die Lebensmittel rationiert. Hunger macht sich breit. Als Demy schwer erkrankt, nimmt Philippe ihren Bruder Freddo und die beiden Brüder von Lieselotte mit nach Schwerin und ermöglicht ihnen eine Ausbildung. Nicht nur sie sind inzwischen fast erwachsen geworden. Der Autorin gelingt es ausgezeichnet, das harte Leben im kriegsmüden Deutschland darzustellen. Demy ist für viele Anlaufstelle und letzte Hoffnung. Ihr großes Herz und ihr starker Glaube geben Halt und Kraft. Ihre Reibereien mit Philippe gehören zu den wenigen Stellen, die mich immer wieder Schmunzeln ließen. Mittlerweile hat es Demy auch gelernt, dem Rittmeister die Meinung zu sagen. Ihre Auseinandersetzung zum Thema Frauenrechte gehört zu den interessantesten Gesprächen des Buches.

Auch der Erzählstrang um Anki van Campen lässt an Spannung nichts zu wünschen übrig. Dafür sorgt schon die sehr biegsame, ehrgeizige und intrigante Baroness Raisa. Herausgerissen aus ihrem behüteten Leben reifen insbesondere die beiden älteren Töchter der Familie Chabenski im Laufe der Geschichte zu verantwortungsbewussten jungen Damen. Die verschiedenen Strömungen im Kampf der russischen Revolutionäre und ergänzende Informationen über deren Verflechtung zeugen von intensiver Recherche der Autorin.

Nur wenige Szenen des Romans spielen an der Front. Dort aber wird die Grausamkeit des Krieges deutlich. Menschlichkeit geht verloren. Während sich die einen in ihrer Macht sonnen, versuchen andere das Leben der ihnen Anvertrauten möglichst zu schützen. Was bleibt, sind psychische Krüppel, die am Krieg zerbrochen sind. Diese Zusammenhänge wurden sehr gut herausgearbeitet.

Es gäbe noch viel über weitere Handlungsstränge zu sagen, dies aber würde den Umfang der Rezension sprengen. Außerdem bleibt es dem zukünftigen Leser dadurch überlassen, überraschende Wendungen zu finden und bekannten Personen der Weltgeschichte zu begegnen. Auch im Krieg gibt es Zuneigung und Liebe, Vertrauen und Hilfe. Obiges Zitat ist Demys Antwort an Hannes` Tochter, auf die Frage, ob sie die Eltern noch mögen. Beide sind an der Front.

Das Buch lässt sich zügig lesen und schwer aus der Hand legen. Dazu beigetragen haben die verschiedenen Handlungsstränge, die anschauliche Beschreibung von Orten und Personen und dem gekonnten Spiel auf der Klaviatur der Emotionen. Der Autorin ist es häufig gelungen, genau an der spannendsten Stelle Handlungsort und Personen zu wechseln.

Das Cover mit dem Brandenburger Tor und den roten Fahnen passt zum Inhalt des Buches.

Das ausführliche Personenregister, das Vorwort über historische Zusammenhänge und kurze Lebensläufe historischer Personen im Anhang sind nützliche Ergänzungen des Romans.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein gelungener Abschluss der Trilogie, der alle noch offenen Fragen beantwortet hat.

ohne Angabe, 01.04.2014

Im Jahr 1917 nimmt der Erste Weltkrieg seinen Lauf. Alle „alte“ Bekannten aus den vorigen beiden Bände müssen schwere Zeiten durchstehen: Demy van Campen ist diejenige, auf der das Hauptaugenmerk dieses dritten Bandes liegt. Ihre Schützlinge halten sie auf Trab, auch Philippe Meindorff weckt in ihr Gefühle, die sie bisher lieber unterdrückt hat. Karl Roth heckt einen perfiden Plan aus, der ihr lebensgefährlich werden könnte. Und Anki muss mit Robert in Begleitung der vier Chabenski Töchter aus Petrograd fliehen, doch sie werden unterwegs getrennt. Keiner weiß, ob sie sich jemals wiedersehen werden. Hannes kämpft weiterhin an der Front und ficht auch innerlich einen schweren Kampf aus. In diesen schweren und grausamen Zeiten wird die Meindorff-Residenz immer wieder zu einer Zufluchtsstätte, doch leider kehrt nicht jeder nach Kriegsende dorthin zurück.

 

„Betroffen (...) fragte sie sich, wie die Welt nach diesem Krieg, der mittlerweile die ganze Erdkugel in Brand gesteckt hatte, jemals wieder ins Lot geraten sollte. War Frieden überhaupt noch möglich?“ (S. 385)

 

Wie wir wissen endete der Erste Weltkrieg. Doch wie es den Menschen während der unerwartet langen Zeit während des Krieges erging, das schildert Elisabeth Büchle wieder einmal sehr authentisch und gefühlvoll. Nebenbei erfährt man alle Fakten, um die Hintergründe und das Geschehen des Krieges besser zu verstehen. Das ist eines von Frau Büchles Markenzeichen, weswegen ich ihre Bücher so liebe. Da es sich hierbei um den DRITTEN Band einer Trilogie handelt empfehle ich, die ersten beiden Bände zuerst zu lesen, da die Handlung aufeinander aufbaut. Ohne Band eins (Himmel über fremdem Land) und zwei (Sturmwolken am Horizont) zu kennen dürfte es schwierig sein alles nachzuvollziehen. Eine große Bereicherung ist das Personenregister am Anfang und das Vorwort, welches mich als Leserin auf die politische Lage einstimmte.

 

Ich hatte mich sehr auf die Fortsetzung gefreut und wurde nicht enttäuscht! Irgendwie ist es für mich wie die Vorfreude auf einen bevorstehenden Urlaub gewesen. Nachdem ich das Buch beendet hatte, war ich sehr mitgenommen – im positiven Sinne. Während im zweiten Band eher Anki im Vordergrund stand kommt nun Demy zum Zug. Sie war auch meine Lieblingsfigur der Trilogie und ich war sehr gespannt, wie sie sich an der Heimatfront schlagen würde. Durch ihre selbstlose Hilfsbereitschaft gerät sie zu Beginn erst einmal an ihre körperlichen Grenzen und später auch in Lebensgefahr. Es gab viele überraschende Wendungen, die ich mir nicht ausgemalt hatte. Wie ich es schon von Elisabeth Büchles Romanen gewohnt bin, baut sich die Spannung stetig auf, bis man das Buch irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen mag, weil man mit den Romanfiguren zittert, bangt, sich freut und eine Gänsehaut nach der anderen hat. Durch geschickte Cliffhanger an Kapitelenden wird man als Leser immer wieder dazu verleitet, noch ein Kapitel und noch ein Kapitel zu lesen, bis man es beendet hat und mit einem tiefen Seufzer zuklappt. Für manche Figur hat die Autorin ein Happy End vorgesehen, aber so mancher erlebt das Kriegsende nicht. Sehr gut gefiel mir, dass das Buch glaubwürdig und nicht kitschig endet. Ich hatte das Gefühl, die Personen trotz des Endes weiter begleiten zu können.

Übrigens sind Demy, Anki und einige andere Romanfiguren gläubige Christen, so dass man sich nicht wundern sollte, dass das eine oder andere Gebet gesprochen wird und christliche Bezüge in der Handlung zu finden sind.

Zum Schluss möchte ich noch die Cover der Trilogie lobend erwähnen. Alle drei nebeneinander sind eine wahre Augenweide.

 

Nun heißt es wieder voller Spannung und freudiger Erwartung auf das nächste Werk von Elisabeth Büchle zu harren. :)

ohne Angabe, 05.04.2014

Dies ist der letzte Band der Weltkriegstrilogie um die Familien Meindorff und van Campen. Demy van Campen kümmert sich im Haus der Familie Meindorff weiter um das Wohlergehen ihrer Gäste, die mit ihr versuchen, den ersten Weltkrieg zu überstehen. Ihr Zwangsverlobter Philippe arbeitet bei Fokker und gerät auf seinen Flügen teilweise selbst in Gefahr. Demys ältere Schwester Anki muss mit ihrem Mann Robert und den ihr anvertrauten Fürstenkindern aus Russland fliehen, da dort die Revolution in vollem Gang ist. Sie wollen sich nach Deutschland zur Familie ihres Mannes durchschlagen. Als wäre dies alles nicht schon schlimm genug, hat es Karl Roth aus Rache weiterhin auf Demy abgesehen ... Dieses Buch vereint Spannung und viel Gefühl. Es gibt Tod und Gefahr, aber natürlich auch Liebe, manchmal auch unerwartet. Das lang ersehnte Kriegsende wirbelt erneut das Leben der Hausbewohner durcheinander und die Überlebenden müssen für sich entscheiden, wie es nach dem Krieg nun weiter geht. Das Buch liest sich sehr flüssig. Für weitere Informationen gibt es diverse Fußnoten, die manche Fakten genauer erklären. Besonders das schwierige Verhältnis zwischen den verschiedenen Personen (Demy und Philippe, Edith und Hannes, Henny und Theodor) wird gut dargestellt.

 

Elisabeth Büchle ist sehr um Authentizität bemüht und daher ist es nur folgerichtig, dass es nicht für alle Personen einen glücklichen Ausgang geben kann. Wer überlebt und wer doch noch zueinander findet, müsst ihr selbst lesen. Es lohnt sich!

ohne Angabe, 12.04.2014

1917/1918: Der 1. Weltkrieg ist noch in vollem Gange und die van Campen-Mädels mittendrin. Demy in Berlin kümmert sich rührend um ihre "Gäste", mittellose Freunde und Bekannte, die bei ihr ein Dach über dem Kopf und ein kleines Stückchen Sicherheit finden. Ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit ist sie bemüht trotz der miesen Versorgungslage alle satt zu bekommen. Es kommt was kommen muss: Sie bricht zusammen. Kaum genesen erfährt sie, dass das Haus der Meindorffs, ihr Zuhause, einen neuen Besitzer hat. Dieser lässt ihr zwar ein Wohnrecht, bis der Krieg zu Ende ist, aber wie soll es danach weitergehen? Eine Zukunft mit Philippe Meindorff, ihrem Zwangsverlobten, scheint aussichtslos, da der Krieg alles ändert. Oder doch nicht?

Währenddessen müssen Anki, ihr Mann Robert und die vier Chabenski-Kinder aus Petrograd fliehen. Bei ihrer odysseereifen Flucht werden sie getrennt. Ob sie je wieder zusammenfinden?

Hannes Meindorff, der an der vorderster Front kämpft, hat nicht nur mit dem Grauen des Krieges zu kämpfen. Auch seine Ehe bröckelt, nicht zuletzt deswegen, weil er ein Geheimnis vor seiner Frau Edith hat. Kommen die beiden wieder zusammen?

 

Mit "Hoffnung eines neuen Tages" hat Elisabeth Büchle einen packenden, spannenden und wie gewohnt sehr gut recherchierten finalen Band der Meindorff-Trilogie geschaffen.

 

Der Leser wird in das letzte Jahr des 1. Weltkrieges katapultiert. Die damaligen harten Lebensumstände, ob an der Front, in den Lazaretten, in Berlin oder in Russland werden gekonnt verwoben mit der Geschichte der Familien van Campen und Meindorff. Hervorragend herausgearbeitet wird dabei die Rolle der Frau. Da die meisten Männer im Krieg waren, mussten sie ihren Mann stehen. Das fiel der einen leichter als der anderen, aber in diesen schwierigen Zeiten half ihnen ihr Gottvertrauen. Trotzdem zeigen die Protagonistinnen auch ihre zerbrechliche Seite. Demy, Anki und die anderen müssen so manchen Schicksalsschlag einstecken, doch die Verantwortung für Freunde und Familie lässt sie an den Aufgaben wachsen.

 

Auch mit Hilfe der Liebe.

 

"...Liebe reicht auch über viele Kilometer hinweg, sogar über Mauern, Grenzen und Schützengräben..."

 

Wer jetzt vermutet, das das ganze dann doch nur ein kitschiger Liebesroman ist, liegt falsch. Elisabeth Büchle bleibt in ihren Schilderungen sehr realistisch. Nicht für alle liebgewonnen Personen gibt es ein Happy End, während andere, die man beim Lesen am liebsten geschüttelt oder in den Allerwertesten getreten hätte, mit einem blauen Auge davonkommen. Da wird so manche Träne nicht ausbleiben, aber das Leben ist ja manchmal auch ungerecht.

 

Alles in allem ist der Roman ein grandioses Meisterwerk mit einem mehr als gelungenem Ende, was manchmal bei Mehrteilern keine Selbstverständlichkeit ist. Allerdings hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, das die Handlung zu sehr gestrafft wurde. Das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch, die Geschichte ist trotzdem rund, aber rein subjektiv hätte ich mir gewünscht, ein kleines bisschen "Mehr" zu lesen.

 

Ich kann die Meindorff-Trilogie aber allen Liebhabern gut recherchierter historischer (Liebes-) Romane nur wärmstens ans Herz legen. "Himmel über fremdem Land", "Sturmwolken am Horizont" und "Hoffnung eines neuen Tages" sind Lesegenuss pur. Einen spannenderen und emotionaleren Lesestoff, der auch das normale Leben während des 1. Weltkriegs schildert, wird man wohl schwerlich finden.

ohne Angabe, 07.05.2014

Die junge Demy ist zu einer jungen, lebendigen und verantwortungsvollen Frau mit einem großen Herzen herangereift. Die nie an sich denkt sondern nur für andere da ist. Auch ihre Schützlinge werden von ihr umhegt und gepflegt, unermüdlich ist sie im Einsatz. Doch sie besitzt auch ein großes Durchsetzungsvermögen, so wie sie das Haus in den letzten Kriegsjahren "wie ein Kapitän" sicher durch viele Stürme steuert. Der Krieg, mit all seinem Elend, Hunger und der tägliche Kampf ums nackte Überleben haben auch in Berlin Einzug gehalten. Die Bewohner der Meindorff Villa müssen auch traurige Schicksale und Nachrichten hinnehmen, aber trotzdem bleibt auch Zeit für Hoffnung und Freude, sie meistern ihr Leben mit Bravur.

Anki und Robert müssen mit ihren Ziehkindern der Fürstenfamilie aus Russland fliehen. Die Revolution hat dort Einzug gehalten. Eine gefahrvolle, entbehrungsreiche und abenteuerliche Flucht beginnt. Ob sie heil Berlin erreichen ... ?

Auch Demy hat sich unbedacht in eine gefahrvolle Situation gebracht. Karl Roth trachtet nach ihrem Leben. Sie flieht vor ihm durch die halbe Stadt Berlin, ob ihr diese Flucht gelingt und Philippe sie retten kann steht auf einem anderen Blatt geschrieben ... Die ganze Welt ist im Umbruch - wird es bald zum Frieden kommen und alle nach diesem sinnlosen Krieg ihr Glück und eine neue Heimat finden? Wird alles sich am Ende zum Guten fügen ... ?

 

Der Autorin Elisabeth Büchle ist mit ihrem 3. Teil ihrer Trilogie um den 1. Weltkrieg mal wieder ein großer Wurf gelungen. Sie versteht es, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Geschickt versteht sie es Liebe, Drama, Schicksale und politisch-historisches Zeitgeschehen spannend miteinander zu verweben. Die politischen Hintergründe und das ganze Geschehen sind hervorragend und akribisch recherchiert - und faszinierend erzählt. Sie spannt eine Brücke zwischen Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Nimmt uns mit an die einzelnen Kriegsschauplätze.

Erzählt von den einzelnen Schicksalen ihrer Protagonisten, teils traurige und auch humorvolle Begebenheiten. Alles ist sehr lebendig und bildhaft geschildert, man fühlt sich mittendrin. Die Geschichte wirkt an keiner Stelle langweilig - im Gegenteil! Von Seite zu Seite baut sich ein unglaubliche Spannung auf. Eine grandiose Familiensaga die einem fesselt und nicht mehr loslässt. Ihre Protagonisten lernt man zu lieben, aber auch einige die man ablehnt. Eine Geschichte so real wie das Leben.

 

Eine Trilogie die man verfilmen sollte. Ein Buch voller Herzenswärme, das einen ergreift und tief bewegt.

ohne Angabe, 04.10.2014

Hoffnung eines neuen Tages: Treffender Titel für den letzten Band der großen Meindorff-Saga von Elisabeth Büchle. Endlich wird die Geschichte um die Familie van Campen fertig erzählt. Ein Ende a la Friede, Freude, Eierkuchen? Wohl kaum. Demy hat alle Hände voll zu tun, um das Überleben der Gäste im Hause Meindorff zu sichern. Dabei geht sie oft über das Limit ihrer Grenzen hinaus. Phillipe genießt derweil die Vorzüge seiner Scheinverlobung mit Demy und konzentriert sich auf die Konstruktion neuer Kriegsflugzeuge.

Sind die beiden nur Freunde oder mehr? Wie lang wird Hannes sich an der Front halten? Und was ist zwischen ihm und seiner Frau Edith geschehen? Nicht für alle Personen gibt es am Ende des Buches das große Glück. Es dominiert jedoch die Hoffnung: Der zweite Weltkrieg ist vorbei, Anki gelingt mit ihrem Mann und ihren Schutzbefohlenen die Flucht aus Russland und auch manch andere hoffnungsvolle Überraschung liegt bereit.

Elisabeth hat ihrer Trilogie mit diesem Buch die Krone aufgesetzt. Sie schreibt spannungsvoll und authentisch, manchmal traut man sich kaum zu atmen. Sie löst ungeklärte Fragen und führt alle Fäden wieder zusammen.

Ein gelungenes Meisterwerk der Autorin!

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Elisabeth Büchle

Elisabeth Büchle im Interview

Zwischen den Zeilen ...

Das Markenzeichen von Elisabeth Büchle sind gründlich recherchierte historische Romane. Nicht von ungefähr wurde ihr Buch „Der Klang des Pianos“ vom Online-Magazin histo-couch.de zum Roman des Jahres 2012 gekürt. Jetzt legt die Schwäbin und fünffache Mutter den Abschluss ihrer furiosen Meindorff-Saga vor.

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